Flucht nach Ägypten

Die Flucht nach Ägypten ist ein Gemälde von Giuseppe Cesari, auch bekannt als Cavalier d’Arpino (d.h. Ritter von Arpino); Das Bildwerk, es wird auf 1592-1593 datiert, ist eine 45 x 33 cm große, in Öl gemalte Tafel und befindet sich in der Galleria Borghese in Rom.

Historischer Hintergrund

Der Anteil der Gemälde italienischer Meister ist in der Kunstsammlung der Borghese Galerie gross. In chronologischer Reihenfolge werden über fünfhundert Werke präsentiert, die alle Entwicklungsperioden der führenden europäischen Malschulen umfassen. Zur Dauerausstellung gehören mehr als dreihundert Meisterwerke der bildenden Kunst. Der Rest der Sammlung befindet sich in den Reposituren der Galerie und ist für die breite Öffentlichkeit und Forscher weniger zugänglich.

Historiker gehen davon aus, dass Cavalier d’Arpino das 1592-1593 entstandene Werk „Die Flucht nach Ägypten“ an seinen Schutzpatron, Kardinal Scipione Borghese, als Geschenk überlassen oder verkauft hat. Ein Beweis für diese Version ist die Tatsache, dass das Gemälde nicht in die Liste der Werke aufgenommen wurde, die 1607 aus der Werkstatt des Künstlers beschlagnahmt wurden.

Wie dem auch sei, es ist erwiesenermaßen bekannt, dass das Werk „Flucht nach Ägypten“ im Jahre 1637 Teil der Schatzkammer der Borghese Galerie war. Trotz der Tatsache, dass Giacomo Manilli in seinem kunsthistorischen Werk erwähnte, dass das Gemälde mit dem Namen von Cavalier d’Arpino zu identifizieren ist, wurde diese Tatsache in der 1693 durchgeführten Bestandsprüfung der Sammlung nicht berücksichtigt.

Analyse des Werks

Das Motiv, das von der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten erzählt, wurde oft von Künstlern entnommen. In Anlehnung an alte Texte stellten die Meister der Malerei bizarre exotische Pflanzen in ihren Werken dar und schufen Landschaften in einer bezaubernden Atmosphäre.

Die von Cavalier d’Arpino interpretierte Gospelszene ähnelt in vielerlei Hinsicht ähnlichen Werken anderer Künstler des 17. Jahrhunderts, in deren ikonografischem Modell das Bild einer Rotunde vorhanden war. Links, im Hintergrund des Gemäldes von Cavalier d’Arpino, sieht der Betrachter ein kleines rundes Gebäude, dessen Prototypen die alten Tempel von Vesta oder Sibylla in Tivoli sein könnten, die sich auf dem Gebiet des modernen Italien befinden.

Über den kreativen Prozess

In der Zeit des Papstes Clemens VIII war der Cavalier d’Arpino (Giuseppe Cesari) einer der einflussreichsten Maler in Rom. In der von ihm geschaffenen Schule arbeiteten viele Künstler aus Nordeuropa, was wahrscheinlich die Liebe des Meisters zur Darstellung religiöser Themen vor dem Hintergrund einer Landschaft erklärt. Cavalier d’Arpino bildetet technisch komplizierte Szenen aus der Bibel nach und übertrug sie auf kleine Kupfer- oder Holztafeln. Die Werke über die Heiligen und Figuren aus dem Evangelium wurden durch die kreativen Entdeckungen des Meisters ergänzt.

Ein weiteres berühmtes Werk mit dem ähnlichen Thema, das von Cavalier d’Arpino gemalt wurde, ist das Gemälde „Ruhe auf der Flucht nach Ägypten“. Dargestellt ist der Moment, in dem der heilige Josef auf Wunsch des auf dem Schoß der Jungfrau Maria sitzenden Christkindes einen Palmenzweig senkt.

Borghese Gallery in Rome,

Autor: Cavalier d'Arpino

Cavalier d'arpino

Giuseppe Cesari, auch bekannt als Cavalier d'Arpino, war ein berühmter italienischer Maler und Manierist des späten 16. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu den anderen Künstlern sind die Werke des Meisters gekennzeichnet durch die Aufrichtigkeit und Klarheit der Farbpalette. Ihre Vitalität und Emotionalität ließ in vielerlei Hinsicht den Barockstil antizipieren, der im 17. Jahrhundert an Popularität gewann. Während seines Aufenthalts in Rom genoss Giuseppe Cesari die Schirmherrschaft der Papsttümer Clemens VIII und Sixtus V. Er leitete seine eigene Werkstatt, in der unter anderem der junge Caravaggio nach seiner Ankunft in der „Ewigen Stadt“ arbeitete.